150 Events in 3 Jahren: Meine Erfahrungen als anydoors-Trainerin
Einblicke Team Erfahrungsbericht

150 Events in 3 Jahren: Meine Erfahrungen als anydoors-Trainerin

Von Tamara Hagemeyer 22. März 2026 10 Minuten Lesezeit

Als ich vor drei Jahren meinen ersten Einsatz als Event-Trainerin bei anydoors hatte, war ich nervös. Heute, 150 Events später, kann ich sagen: Es war die beste Entscheidung meines Berufslebens. In diesem Artikel nehme ich euch mit hinter die Kulissen und teile meine ehrlichen Erfahrungen.

Wie alles begann

Ich bin Tamara, lebe im Schwarzwald und habe drei Jahre lang als Eventmanagerin bei anydoors gearbeitet. In dieser Zeit habe ich rund 150 Events als Trainerin durchgeführt. Mein allererster Kontakt mit anydoors war tatsächlich als Zuschauerin: Ein Floßbau-Event bei Frankfurt, bei dem ich zufällig vorbeikam. Die Energie der Teilnehmer, die gemeinsam ihre Flöße zusammenzimmerten und dann voller Stolz aufs Wasser gingen – das hat mich sofort fasziniert. Ich konnte nicht anders und habe einfach mit angepackt, obwohl das gar nicht mein Job war.

Nach dem Event kam René auf mich zu und fragte, ob ich mir vorstellen könnte, für anydoors zu arbeiten. Das Konzept klang interessant: Teamevents organisieren und durchführen, mit einem eingespielten System im Hintergrund. Ich sagte zu – und so fing alles an. Von meinem Standort im Schwarzwald aus habe ich hauptsächlich Events von Frankfurt am Main südwärts betreut: Stuttgart, München, Freiburg, aber auch regelmäßig in Österreich – Wien, Salzburg, Innsbruck. Mein erstes Event als Trainerin war eine GPS Stadtrallye in Stuttgart mit 45 Teilnehmern. René hat mich eingearbeitet, mir die Tablets erklärt und war beim ersten Mal selbst dabei. Danach war ich auf mich gestellt – aber nie allein. Die Kommunikation im Team ist wirklich so, wie man es sich wünscht: unkompliziert, direkt und auf Augenhöhe.

Die Vielfalt macht's: Meine Event-Highlights

In drei Jahren habe ich so ziemlich jedes Format durchgeführt, das anydoors anbietet. Hier meine persönlichen Highlights:

Highland Games – Wenn der Funke überspringt

Die Highland Games sind für mich das emotionalste Format. Wenn 120 Menschen in Clan-Farben eingeteilt sind, Baumstämme durch die Gegend tragen und sich beim Tauziehen so reinknien, dass sie danach Muskelkater haben – dann weißt du, warum du diesen Job machst. Die Energie bei den Highland Games ist unbeschreiblich.

Mein schönstes Highland-Games-Erlebnis war mit einem Automobilzulieferer in der Nähe von Stuttgart. Die Geschäftsführung hat selbst mitgemacht, sich Gesichtsfarbe aufgetragen und beim Steinstoßen alles gegeben. Danach kam der CEO zu mir und sagte: "Das war das beste Firmenevent, das wir je hatten." Solche Momente bleiben.

Beat the Box – Wenn der Kopf raucht

Beat the Box ist mein Lieblings-Indoor-Format. Diese Escape-Room-Boxen sind genial konzipiert. Ich liebe es, die Teams zu beobachten: Wie sie anfangs planlos herumprobieren, dann langsam ein System entwickeln und am Ende im Flow sind. Die Aha-Momente, wenn ein Rätsel gelöst wird, sind einfach großartig.

Das Beste daran: Hier zeigt sich wirklich, wie ein Team zusammenarbeitet. Wer übernimmt die Führung? Wer hört zu? Wer hat die kreativen Ideen? Als Trainerin moderiere ich das Ganze, gebe Hinweise wenn's hakt und sorge für den zeitlichen Rahmen. Aber die eigentliche Arbeit machen die Teams selbst.

GPS Stadtrallye – Der Allrounder

Die Stadtrallyes sind meine meistdurchgeführten Events – bestimmt 60 von meinen 150. Ob München, Stuttgart, Frankfurt, Wien oder kleinere Städte wie Heidelberg, Freiburg oder Salzburg – jede Stadt hat ihren eigenen Charme. Und obwohl der technische Ablauf immer ähnlich ist, ist kein Event wie das andere.

Was ich an den Rallyes liebe: Man sieht die Stadt selbst immer wieder mit neuen Augen. Teilnehmer fragen Dinge, recherchieren, entdecken Ecken, die selbst ich noch nicht kannte. Und am Ende kommen alle begeistert zurück, mit Fotos von lustigen Teamaufgaben und Geschichten vom Weg.

Domino Challenge – Wenn Perfektion auf Chaos trifft

Die Domino Challenge ist ein besonderes Format. Hunderte Dominosteine müssen so aufgebaut werden, dass am Ende eine Kettenreaktion durch den ganzen Raum läuft. Das erfordert Geduld, Präzision und verdammt gute Nerven. Wenn kurz vor Schluss jemand einen Teil umwirft, kann man die Frustration förmlich spüren.

Aber genau das macht es so wertvoll: Die Teams lernen, mit Rückschlägen umzugehen, sich gegenseitig zu unterstützen und trotz Zeitdruck konzentriert zu bleiben. Und wenn am Ende die Kettenreaktion funktioniert – das Jubeln, Klatschen und Umarmen – das ist pures Teambuilding.

Was ich in 150 Events gelernt habe

1. Jedes Team ist anders

Man könnte meinen, nach 150 Events wird alles Routine. Stimmt nicht. Jede Gruppe bringt ihre eigene Dynamik mit. Ein Startup-Team mit 15 Leuten braucht eine andere Ansprache als eine Abteilung einer Bank mit 80 Personen. Introvertierte Teams muss ich anders motivieren als extrovertierte. Das macht den Job so spannend – und auch nach drei Jahren lerne ich immer noch dazu.

2. Wetter ist Einstellungssache

Bei Outdoor-Events lernt man, das Wetter zu akzeptieren. Ich hatte Highland Games bei 35 Grad im Schatten (Sonnencreme und viele Wasserpausen) und Stadtrallyes bei Nieselregen (Regenponchos und gute Laune). Das Wetter macht keinen Event-Tag kaputt – die Einstellung schon.

Tatsächlich sind manche Events bei "schlechtem" Wetter besonders intensiv geworden. Wenn man gemeinsam durch den Regen läuft, schweißt das zusammen. Am Ende sind die Fotos von durchnässten, aber strahlenden Menschen oft die schönsten.

3. Die Technik muss stimmen

Bei techniklastigen Events wie den Tablet-Rallyes oder Quizshows ist Vorbereitung alles. Ich checke jedes Tablet, teste die App, prüfe den Akku. Ein technisches Problem während des Events ist Stress pur – für mich und die Teilnehmer. Deshalb: Lieber eine halbe Stunde früher da sein und in Ruhe alles vorbereiten.

4. Flexibilität ist Trumpf

Kein Event läuft exakt nach Plan. Der Bus kommt 20 Minuten zu spät, ein Teilnehmer hat sich den Fuß verstaucht, plötzlich sind 10 Leute mehr da als angemeldet. Als Trainerin muss ich improvisieren können. René sagt immer: "Wir haben für alles eine Lösung." Und tatsächlich: In drei Jahren gab es kein Problem, das wir nicht gelöst haben.

5. Die kleinen Momente zählen

Es sind nicht immer die großen Siege oder die perfekte Kettenreaktion. Manchmal ist es der schüchterne Azubi, der beim Bogenschießen plötzlich aufblüht. Oder die Kolleginnen, die sich seit Jahren nur per E-Mail kannten und beim Event zum ersten Mal richtig ins Gespräch kommen. Diese kleinen Verbindungsmomente zu ermöglichen – das ist der eigentliche Sinn von Teambuilding.

Die Herausforderungen

Ich möchte ehrlich sein: Der Job ist nicht immer easy. Hier die Herausforderungen, die ich in drei Jahren erlebt habe:

Körperlich anspruchsvoll

Ein Highland-Games-Tag bedeutet: 6-8 Stunden auf den Beinen, Material schleppen, laut und deutlich moderieren. Abends bin ich platt. An Doppel-Event-Wochenenden merke ich jeden Muskel. Wer den Job macht, sollte eine gewisse Grundfitness mitbringen.

Unregelmäßige Einsätze

Die meisten Events sind an Wochenenden oder in der warmen Jahreszeit. Im Winter und unter der Woche ist weniger los (außer Christmas Rallyes und Indoor-Events). Wer einen festen Rhythmus braucht, tut sich schwer. Für mich als Freiberuflerin mit anderen Projekten funktioniert es perfekt.

Erwartungsmanagement

Manchmal kommen Teams, bei denen einzelne Personen offensichtlich keine Lust haben. Das ist menschlich – nicht jeder mag Teamevents. Meine Aufgabe ist es, auch die Skeptiker abzuholen. Meistens klappt das. Nicht immer. Aber selbst ein mittelmäßig gelauntes Event ist besser als gar kein Teamevent.

Warum ich immer noch dabei bin

Nach 150 Events könnte ich aufhören. Die Erfahrung steht im Lebenslauf, ich kenne alle Formate, ich habe meine Geschichten. Warum mache ich weiter?

Weil kein Event wie das andere ist. Die Menschen, die Orte, die Dynamiken – alles variiert. Ich lerne bei jedem Einsatz etwas Neues über Gruppendynamik, Kommunikation und mich selbst.

Weil das anydoors-Team stimmt. René und das Backoffice machen einen super Job. Die Kommunikation ist klar, die Bezahlung pünktlich, und ich fühle mich als Teil des Teams – obwohl ich freiberuflich arbeite.

Weil ich am Ende des Tages müde, aber zufrieden bin. Wenn ich nach einem Event nach Hause fahre und die Fotos vom Tag durchschaue – lachende Gesichter, Teamwork in Aktion, gemeinsame Erfolge – dann weiß ich: Das hier hat Sinn.

Mein Rat an angehende Event-Trainer

Falls du überlegst, als Event-Trainer bei anydoors anzufangen, hier meine Tipps:

  1. Sei offen für Menschen. Du arbeitest jeden Tag mit neuen Gruppen. Wenn du Menschen magst und gerne vor Gruppen sprichst, bist du hier richtig.
  2. Bleib flexibel. Pläne ändern sich. Das Wetter spielt nicht mit. Teilnehmerzahlen schwanken. Nimm's gelassen.
  3. Bereite dich vor. Kenne dein Event, kenne dein Material, kenne den Ablauf. Je besser du vorbereitet bist, desto souveräner bist du.
  4. Hab Spaß. Deine Energie überträgt sich auf die Gruppe. Wenn du Spaß hast, haben die Teilnehmer auch Spaß.
  5. Frag nach Feedback. Nach jedem Event frage ich mich: Was lief gut? Was könnte ich besser machen? So wächst du.

Fazit: 150 Events – und hoffentlich noch viele mehr

Drei Jahre, 150 Events, unzählige Geschichten. Ich habe Tränen gesehen (vor Lachen und vor Rührung), ich habe Teams wachsen sehen, ich habe Menschen aus ihrer Komfortzone geholt. Und ich habe selbst unglaublich viel gelernt.

Falls ihr ein Teamevent plant und überlegt, ob sich das lohnt: Ja, tut es. Nicht weil ich das sagen muss, sondern weil ich 150 Mal gesehen habe, was ein gutes Event mit einem Team machen kann. Die Investition in gemeinsame Erlebnisse zahlt sich aus – in besserer Kommunikation, in stärkerem Zusammenhalt, in Mitarbeitern, die sich wertgeschätzt fühlen.

Wir sehen uns beim nächsten Event!

Tamara

TH

Tamara Hagemeyer

Tamara arbeitet seit 2023 als freiberufliche Event-Trainerin für anydoors. In drei Jahren hat sie über 150 Teamevents durchgeführt – von Highland Games über GPS Stadtrallyes bis hin zu Indoor-Challenges. Neben ihrer Tätigkeit bei anydoors arbeitet sie im Eventmanagement.

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